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Auszug aus: IWK, Heft 1/2000, S. 117 - 124 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen]

Michail Aleksandrovic Bakunin (1814 - 1876)

Eine moderne Biographie?

Von Wolfgang Eckhardt

Bakunin-Biographien neueren Datums sind im Deutschen rar. Seit den siebziger Jahren wurden zwar einige bereits in der Weimarer Republik erschienene Lebensbeschreibungen nachgedruckt; die einzige neu verfaßte Arbeit stellte jedoch bis heute die als Rowohlt-Bildmonographie erschienene Kurzübersicht von Justus Franz Wittkop dar. Die großangelegte, 1990 in Paris publizierte Bakunin-Biographie von Madeleine Grawitz, die jetzt in deutscher Übersetzung vorliegt, hätte hier eine wichtige Lücke schließen können. Diese im Buchmarkt sich selten genug bietende Chance wurde jedoch nur unvollkommen genutzt: verschiedene positive Aspekte des Buches kontrastieren mit drastischen Mißgriffen. [...]

Es gehört zur Tragik dieses Buches, daß seine positiven Aspekte durch die zahlreichen haarsträubenden Fehler wieder zunichte gemacht werden. So hinterläßt Grawitz' Vorgehen, eher eine stimmungsvolle Annäherung an Bakunin (teilweise sogar mit romanhaften Passagen und fiktiven Dialogen) geschrieben zu haben als eine im einzelnen brauchbare Biographie, im ganzen ein zwiespältiges Gefühl. [...]


Bisher in der IWK zu Michail Bakunin erschienen:


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IWK-Redaktion E-Mail: info@iwk-online.de 15.01.2001