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Auszug aus: IWK, Heft 1/2000, S. 62 - 99 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen] "Feste Burgen der Partei"?Aufbau und Rolle der SED-Betriebsgruppen in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) 1946 - 1949Von Thomas Reichel[...] Es gibt weder für die hier zu behandelnde Phase der Sowjetischen Besatzungszone noch für die spätere Zeit einschlägige Veröffentlichungen, die sich explizit mit der Basis der diktatorischen Staatspartei befassen. Diese Lücke zu schließen ist unbedingt notwendig, da die SED-Betriebsgruppen neben den Betriebsräten und den Betriebsgewerkschaftsgruppen die dritte wichtige Basisinstitution der Arbeiterbewegung in der SBZ darstellten. Der Erfolg oder Mißerfolg ihres Wirkens kann als unmittelbarer Gradmesser der Akzeptanz und Verankerung der SED in der "Arbeiterklasse" betrachtet werden. Außerdem bildeten die Betriebsgruppen - hier primär mit Bezug auf die Industriearbeiterschaft untersucht - für sämtliche produzierenden und nichtproduzierenden Betriebe, Verwaltungen und Institutionen in der SBZ/DDR ein grundlegendes Strukturelement, ohne dessen eingehende empirische Untersuchung die Etablierung, jahrzehntelange Existenz und auch der Zusammenbruch der SED-Diktatur kaum erklärt werden können. [...] Die folgende Darstellung stützt sich im wesentlichen auf Akten aus dem Bestand des SED-Zentralsekretariats (ZS) und des brandenburgischen Landesvorstandes der Partei, auf die edierten Protokolle der 10. bis 15. Tagung des Parteivorstandes 1948 und die seit September 1946 monatlich erschienene Zeitschrift "Wille und Weg", das Funktionärsorgan des SED-Landesverbandes Groß-Berlin. [...] |
| IWK-Redaktion | E-Mail: info@iwk-online.de | 15.01.2001 |