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Auszug aus: IWK, Heft 2/2000, S. 200 - 209 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen] Die Leipziger Bau- und KonsumgenossenschaftenEin sozialdemokratisches Traditionsmilieu in der NS-Zeit und der frühen DDRVon Thomas Adam und Stefan JaunichWährend sich Historiker für die Geschichte der deutschen Genossenschaftsbewegung nur sehr wenig begeistern konnten, fielen ganze Heerscharen von Juristen und Volkswirtschaftlern über dieses Thema her und verfaßten unzählige Dissertationen und Bücher. [...] Ähnlich verhält es sich mit den Bau- und Konsumgenossenschaften in der DDR. Während die Zahl der von den Historikern geschriebenen Bücher über die DDR mittlerweile ein solches Ausmaß angenommen hat, daß ein Überblick kaum noch möglich ist, blieb die Entwicklung des Genossenschaftswesens im System der DDR noch weitgehend eine Terra incognita. [...] Es ist im Falle der Leipziger Konsumgenossenschaften jedoch etwas schief, von einer Kontinuität der Verfolgung zu sprechen: gerade denjenigen, die sich durch den Rückzug innerhalb der Organisation der Verfolgung durch das Naziregime temporär hatten erfolgreich entziehen können, wurde nun Parteimitgliedschaft und Stellung entzogen. Was den Nationalsozialisten in zwölf Jahren nicht gelungen war, vollendete das Regime der SED in einer nur zweijährigen Spanne zwischen 1948 und 1950. Es trocknete die Konsumgenossenschaft endgültig als milieuspezifischen Rückzugsbereich der Leipziger Sozialdemokratie aus. Bisher in der IWK zur Geschichte der Genossenschaften erschienene Beiträge:
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| IWK-Redaktion | E-Mail: info@iwk-online.de | 15.01.2001 |