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Auszug aus: IWK, Heft 4/01, S. 501 - 509 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen] Jewish Questions - Communist Answers? On Secularization, Ethnicity, and Secondary ConversionsEine Konferenz des Simon-Dubnow-Instituts vom 10. bis 13. November 2001 in LeipzigVon François GuesnetEinen neuen, unideologischen sowie historisierenden Zugang zu dem spezifischen Verhältnis ostmittel- und osteuropäischer Juden und Jüdinnen zur kommunistischen Bewegung und ihren Parteiungen zu finden war das Ziel der diesjährigen internationalen wissenschaftlichen Konferenz des Simon-Dubnow-Instituts. Dieses häufig in skandalisierender Absicht und stereotyp abgehandelte Thema sollte vor dem Hintergrund des Übergangs der multiethnischen Imperien in die ethnisch sich homogenisierenden Nationalstaaten nach 1918 neu entfaltet und interpretiert werden. Der historisierende Zugang intendierte, die bisherige analytische Engführung der Forschung, die sich im wesentlichen einer vor dem jeweiligen nationalen Hintergrund interpretierten Partizipation von Juden und Jüdinnen in den jeweiligen kommunistischen Parteien widmete, zu überwinden. In einer Kombination von komparatistischer Herangehensweise und biographischer wie kollektiv-biographischer Interpretation sollten Strukturen dieser Partizipation nicht lediglich auf diesen nationalen Kontext zurückgeführt, sondern der These nachgegangen werden, ob kommunistische Parteiungen ursprünglich vielmehr die Möglichkeit boten, jenseits von sich ethnisch verhärtenden Nationalismen und mittels eines die nationalen Fragen neutralisierenden "Internationalismus" die in Auflösung begriffenen Strukturen der übernationalen Imperien neu zu codieren und in marxistischen Termini zu rationalisieren. [...] |
| IWK-Redaktion | E-Mail: info@iwk-online.de | 01.03.2002 |