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Auszug aus: IWK, Heft 3/2003, S. 314 - 341 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen]

Vom Sozialdemokraten zum SED-Funktionär

Von Rudi Beckert

Der Berliner Sozialdemokrat, der die SED mitgegründet hat, in der DDR Justizminister war und wegen eines Interviews, das die Strafverfolgung nach dem 17. Juni 1953 betraf, inhaftiert wurde - darauf reduziert sich meist das Bild über Max Fechner. Der Politiker aus den frühen Jahren der ehemaligen DDR ist stärker in Vergessenheit geraten, als es seiner Rolle in der deutschen Nachkriegspolitik entspricht. Die Namen seiner ostdeutschen politischen Zeit-Genossen waren bekannter, beispielsweise Otto Grotewohl, Friedrich Ebert jr. und Erich Mückenberger. Sie blieben bedeutende Repräsentanten der Partei- und Staatsführung in der DDR. Max Fechner war es nur bis 1953. Auch solche namhaften Sozialdemokraten wie Gustav Dahrendorf und Erich W. Gniffke sind zu nennen, die im SPD-Parteivorstand (PV) Spitzenpositionen einnahmen und anfangs eine Einheitspartei befürworteten. Beide verließen 1946 beziehungsweise 1948 die Sowjetische Besatzungszone, weil sie sich nicht den Bedingungen der Kommunisten unterwerfen wollten. Fechner blieb. Er war zunächst paritätisch mit Walter Ulbricht stellvertretender Parteivorsitzender (Vorsitzende waren Wilhelm Pieck und Otto Grotewohl), erhielt 1948 das Amt eines Präsidenten der Deutschen Zentralverwaltung für Justiz und wurde mit Gründung der DDR im Oktober 1949 unter Ministerpräsident Grotewohl Justizminister. [...]


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IWK-Redaktion E-Mail: info@iwk-online.de 15.04.2004