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Auszug aus: IWK, Heft 4/2005, S. 450 - 470 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen]

Die illegale Tätigkeit Franz Zielaskos im Ruhrgebiet 1943

Von Hans Schafranek

"Keines der bisher festgenommenen 56 Mitglieder dieser Gruppe hatte sich seit Jahren illegal betätigt. Obwohl Zielasko sich fast allen von ihm aufgesuchten Personen sofort unumwunden als Fallschirmagent zu erkennen gegeben hatte, hat keiner von ihnen Anzeige erstattet."

Diese erstaunt klingende Feststellung des Oberreichsanwalts beim Volksgerichtshof verweist auf einige Besonderheiten, die den etwas mehr als vier Monate währenden Einsatz des deutschen Kommunisten Franz Zielasko im Ruhrgebiet kennzeichneten. Kein sonstiger einzeln operierender sowjetischer Fallschirmagent in Deutschland knüpfte ein vergleichbar dichtes Netz an Kontakten, keiner löste beim Zerreißen dieses Netzes eine ähnlich große Verhaftungswelle durch die Gestapo aus. Ebenso bemerkenswert erscheint auch eine andere Tatsache: Der Großteil von Zielaskos direkten oder indirekten Unterstützern war den Verfolgungsinstanzen des NS-Regimes bis zu diesem Zeitpunkt unbekannt oder nach 1933 politisch nicht mehr in Erscheinung getreten. [...]


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01.12.2006