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Auszug aus: IWK, Heft 2-3/2006, S. 145 - 161 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen] Alte Armut - neue ArmutZur Theorie und Empirie des PauperismusVon Richard AlbrechtDieser Text ist ein Vorgriff, genauer: Der Autor präsentiert (s)eine an Karl Marx (und Friedrich Engels) angelehnten Vorstellungen von Pauper(ismus) in Form eines konzeptionellen Leitfadens als Beitrag zu einer von ihm für möglich - und wünschenswert - gehaltenen wissenschaftlichen Debatte und öffentlichen Diskussion. Daran anschließen soll sich ein auf die deutsche Gegenwartsgesellschaft bezogenes sozialwissenschaftliches Modell zur Strukturierung überschüssigen lebendigen Arbeitsvermögens (der sogenannten industriellen Reservearmee) in verschiedenen Formen der "relativen Übervölkerung". Dabei soll es darauf ankommen, entsprechend der Dynamik des Kapitalakkumulationsprozesses auch die Statik bisheriger Klassenbildungs- und Schichtungsprozesse zu überwinden und die wirkliche, raumzeitlich gegebene Mehrschichtigkeit aller gesellschaftlichen Vorgänge und Sozialprozesse ("the multidimensionality of human beings in society") zu bedenken und einen "wissenschaftlichen Zugriff zur mehrdimensionalen konzeptionellen Strukturierung gesellschaftlicher Prozesse und geschichtlich-gesellschaftlicher Lagen und Zeiten" zu versuchen, der der "grundlegenden Vorstellung von konkret-historisch immer gegebener, empirisch sowohl offen als auch verdeckt vorkommender Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen und Ungleichzeitigkeit der Gleichzeitigkeit" entspricht. Daran könnte dann in Form behutsamer empirischer Dimensionierung(en) durch sekundärstatistische Analysen als eine Form praxisbezogener "Realanalyse" (im politiksoziologischen Sinne von Wolfgang Abendroth) angeschlossen und das konkretisiert werden, was hier nur dimensional zur Problematik (erwerbs)arbeitender Armer kurz aktualisiert ist. [...] |
| IWK-Redaktion | E-Mail: info@iwk-online.de | 02.01.2008 |