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Auszug aus: IWK, Heft 2-3/2006, S. 169 - 236 (ohne Anmerkungen) [Heft bestellen] Adolf SauterKommunist, Verräter, V-Mann der Gestapo und anderer Dienste - Stationen einer KarriereVon Siegfried GrundmannÜber das Leben von Adolf Sauter ist bisher so gut wie nichts bekannt. Die Suche nach biographischen Daten ist mühsam. [...] Seine Decknamen waren zahlreich und nur wenigen bekannt; bis Mitte 1931 "Ferry", dann "Hugo", "Walter Ebel", "Lutz", "Bergmann", "Waitzer" (bzw. "Weitzer"), "Hülse", "Berger"; später "Ra. 2" und "Gi. 22", und schließlich - nach dem Zweiten Weltkrieg - u. a.: "Max Springer", "Schach", "Fritz Beling" und "Merten". [...] Manches, was im folgenden gesagt wird, ist Mutmaßung (und wird als solche bezeichnet). In den meisten Fällen dagegen war eine Verifizierung von Daten aufgrund von Quellen unterschiedlicher Provenienz möglich. Nach Entschlüsselung seiner Decknamen und im Ergebnis einer geradezu kriminalistischen Suche fügt sich ein - freilich lückenhaftes - Mosaik zusammen, das die Essenz aus zahlreichen überlieferten Dokumenten enthält. Das für die Zeit bis 1935 entscheidende Dokument (zugleich eine Grundlage der Überprüfung anderer Daten, darunter Daten aus der FBI-Akte Albert Einsteins) ist jene Lebensbeschreibung, die er 1938 im Prager Polizeigefängnis in die Maschine diktiert hatte [...]. Eine Schlüsselrolle spielen Akten aus dem Reichssicherheitshauptamt (RSHA); und schließlich Unterlagen, die das MfS auf seiner verzweifelten Suche nach der Identität von "Springer" bzw. "Schach" angelegt hat. [...] |
| IWK-Redaktion | E-Mail: info@iwk-online.de | 02.01.2008 |